Bestattungsinfo.at

Bestattung Ratgeber bei einem Todesfall - Das sind die wichtigsten nächsten Schritte

  • Redaktion Bestattungsinfo.at
Blumen in der Hand
Share on whatsapp
Teilen
Share on email
Email senden

In Österreich gibt es jährlich mehr als 80.000 Todesfälle. Aufgrund der Bestattungspflicht muss von den Angehörigen oder Verwandten in jedem Fall eine Bestattung organisiert werden. Gerade in solchen Situationen, in denen sich die Hinterbliebenen vermutlich in einer sehr stressigen, emotionalen und psychischen Verfassung befinden, fällt es oftmals schwer den Überblick zu behalten, was die nächsten Schritte bei einem Todesfall sind, welche Möglichkeiten es hier gibt, mit welchen Kosten man rechnen muss und was man bei der Organisation einer Bestattung grundsätzlich beachten sollte. Der Bestattungsratgeber von Bestattungsinfo.at hilft Ihnen einen guten Überblick über die richtige Planung eines Begräbnisses, zu erhalten.

Bestattung benötigt?
So funktioniert´s
  • Bestattung online planen
  • Festpreis Angebot erhalten​
  • Bestattung beauftragen​

Todesfall in der Familie – Überblick über die wichtigsten Schritte

1. Todesfall zu Hause

Bei einem akuten Todesfall ist der wichtigste erste Schritt, dass Sie einen Arzt konsultieren, der den natürlichen Tod feststellt. Sobald der Arzt die Leichenschau vollzogen hat, wird der Totenschein ausgestellt. Danach besteht die Möglichkeit den Verstorbenen noch 36 Stunden Zuhause zu behalten um sich in aller Ruhe in privater Atmosphäre zu verabschieden.

2. Todesfall im Krankenhaus, Pflegeheim oder Altersheim

Wird der Tod im Krankenhaus, Pflegeheim oder Altersheim festgestellt, kümmert sich das Fachpersonal um die Bestellung des Arztes, um den Tod festzustellen. Auch hier stehen in der Regel eigene Räumlichkeiten zur Verfügung, um sich in Ruhe vom Verstorbenen zu verabschieden.

3. Kontakt mit einer Bestattung oder Bestatter aufnehmen

Der Kontakt zu einem passenden Bestatter in Wien, Salzburg, Graz oder anderen österreichischen Bundesländern sollte schnellstmöglich passieren. Sobald Sie ein Bestattungsinstitut beauftragt haben, kümmert sich der Bestatter um die Überführung des Leichnams sowie den Zwischentransport des Verstorbenen bis zur Beerdigung oder Kremation.

Notwendige Amtswege im Todesfall

Nachdem der Arzt die Totenbeschau vollzogen hat muss die Anzeige des Todesfalls direkt beim zuständigen Standesamt durchgeführt werden. Dort erhalten Sie auch die Urkunde über den Sterbefall bzw. den Registrierungsauszug.

+++ Tipp: Frist zur Anzeige eines Todesfalls: Die Anzeige eines Todesfalls muss spätestens am nächsten Werktag erfolgen! +++

Beauftragung eines Bestattungsinstituts

Spätestens nachdem Sie beim Standesamt waren und die Sterbeurkunde erhalten haben, sollten Sie ein Bestattungsunternehmen beauftragen das Begräbnis zu organisieren.

Übersicht über die Leistungen des Bestatters:

  • Verständigung eines Arztes zur Totenbeschau
  • Ankleiden, Einsargen und Überführung zur Zwischenlagerung oder direkt zum Friedhof
  • Hilfe bei der Entscheidung über Friedhof und Grabstelle
  • Benachrichtigung der zuständigen Pfarrer
  • Wahl des Sarges bzw. der Urne
  • Thanatopraktische Behandlung (Einbalsamieren für die offene Aufbahrung)
  • Aufbahrung und Dekoration der Aufbahrungshalle
  • Organisation der Trauerfeier
  • Auswahl & Vermittlung der Trauerzeremonie und Trauermusik
  • Organisation von Blumenspenden
  • Kondukt zur Grabstelle
  • Gestaltung von Parten, Danksagungen und Trauerbildern
  • Hilfestellungen bei exotischen Bestattungsarten wie bspw. einer Seebestattung oder Diamantbestattung
  • Überführungen im Inland und ins Ausland
  • Verrechnung mit der Friedhofsverwaltung
Blumenkrank bei Beerdigung

Notwendigen Dokumente für das Bestattungsinstitut

Da in den meisten Fällen der Bestatter die gesamte Organisation übernimmt, benötigt dieser auch gewisse Dokumente. Achten Sie deshalb darauf, dass wenn Sie einen Erstberatungstermin bei einem Bestatter haben immer folgende Dokumente gleich mitzunehmen.

Persönliche Dokumente des Verstorbenen:

  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Heiratsurkunde
  • Meldenachweis
  • Bei Verwitweten: Abschrift aus dem Sterbebuch bzw. Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Bei Geschiedenen: Scheidungsurteil
  • Bei Akademikern: urkundlicher Nachweis akademischer Grade
  • Bei nicht-österreichischen Staatsbürgern: Reisepass – Sozialversicherungsnummer (wenn bekannt)

Sollten Sie nicht alle Dokumente mithaben, ist das aber kein großes Problem, da man die meisten Dokumente auch nachbringen kann.

Wofür benötige ich eine Sterbeurkunde?

Die Sterbeurkunde im Original wird für Bankangelegenheiten, das Nachlassgericht und den Notar benötigt. Sollten Sie laufende Zahlungen haben, reicht hier meistens eine Kopie der Sterbeurkunde aus. Vergessen Sie nicht die Abmeldung von Miete, Strom, Gas, GIS, Telefon oder anderen Mitgliedschaften !

Verwandten und Freunden benachrichtigen

Nachdem Sie die wichtigsten Schritte erledigt haben, sollten Sie sofern Sie es noch nicht gemacht haben, alle Verwandten und Freunde, die Ihnen wichtig erscheinen kontaktieren und eventuell gleich zum Begräbnis einladen. Achten Sie darauf, dass Sie frühestmöglich ein Datum für die Bestattung festlegen, damit auch alle Teilnehmer der Bestattung, sich diesen Tag freihalten können.

Planung der Bestattung

Abhängig davon, was Sie mit dem Bestattungsunternehmen vereinbart haben und welche Leistungen der Bestatter übernimmt, sollten Sie sich jetzt um alle offene Punkte, die für die Bestattung wichtig und offen sind, kümmern. Oftmals ist es üblich eine Traueranzeige in der örtlichen Zeitung zu schalten. Achten Sie hierbei aber auf den Redaktionsschluss. Wenn Sie Beileidskarten oder Parten wünschen, sollten Sie eine naheliegende Druckerei kontaktieren.

Des Weiteren sollten Sie sich noch Gedanken über passende Punkte machen:

  • Blumen für das Begräbnis
  • Trauermusik
  • Kerzen
  • Trauerredner
  • Trauerrede

Organisation des Leichenschmauses nach der Trauerfeier

Der Leichenschmaus hat eine lange Tradition und wird grundsätzlich nach der Trauerfeier im engen Kreis der Verwandtschaft und der Freunde in Form eines Essens abgehalten. Der Leichenschmaus dient unter anderem dazu, den Angehörigen zu zeigen, dass nach der Trauer das Leben fortgeführt werden kann und dass die Hinterbliebenen in der Trauerphase nicht allein sind.

Der Leichenschmaus wird in der Regel von der Verwandtschaft gemeinsam geplant und dient dazu nach der Trauerzeremonie gemeinsam Geschichten und Anekdoten aus dem Leben des Verstorbenen zu erzählen und sich noch einmal an die gemeinsame Zeit zu erinnern.

Weiterführender Link: Rainbows Trauerbegleitung für Kinder

Bestattung benötigt?
So funktioniert´s
  • Bestattung online planen
  • Festpreis Angebot erhalten​
  • Bestattung beauftragen​

Weitere Beiträge die Sie interessieren könnten..