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Baumbestattung – Alles was Sie zur Bestattung in der Natur wissen sollten

  • Redaktion Bestattungsinfo.at
Kranz liegt beim Baum
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Baumbestattungen erfreuen sich steigernder Beliebtheit. In den letzten Jahren hat eine Pluralisierung der Begräbnis- und Trauerformen stattgefunden. Diese Entwicklung ist primär darauf zurückzuführen, dass die moderne Selbstbestimmung mittlerweile auf das eigene Sterben, auf den eigenen Tod und auf die Zeit danach ausgeweitet wird.

Heute ist es dem einzelnen Menschen vorbehalten, die Form und den Ort seiner Bestattung festzulegen. Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen eine traditionelle Sargbestattung und wünschen sich stattdessen, nach dem Tod verbrannt zu werden. Auch das Interesse an naturnahen Bestattungsformen (z. B. auf einer Wiese, auf hoher See) nimmt zu.

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Welche Möglichkeiten einer Baumbestattung gibt es?

Wenn die Asche einer verstorbenen Person im Bereich der Wurzeln eines Baumes beigesetzt wird, dann handelt es sich um eine Naturbestattung. Dies kann auf klassischen Friedhöfen in einem Baumhain oder in amtlich genehmigten und als solchen gekennzeichneten Bestattungswäldern geschehen.

Von Bedeutung ist nicht nur der Ort, sondern auch der Baumtyp. Besonders exklusiv sind Einzel- und Familienbäume sowie Paar- und Freundschaftsbäume.  Allerdings müssen mit dem Kauf des Baumes auch alle Grabstätten rund um ihn erworben werden. In der Regel bietet ein Baum Platz für bis zu zehn Beisetzungsstellen. Anonymer ist ein Gemeinschaftsbaum, der dadurch charakterisiert ist, dass in seinem Wurzelreich auch fremde Menschen beigesetzt werden.

Für diejenigen, denen eine Bestattung in der Nähe eines Baumes wichtig ist, sollten diese Absicht in einer notariell beglaubigten Bestattungsverfügung deutlich machen. Es empfiehlt sich, die Einzelheiten rechtzeitig zu klären und einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen abzuschließen.

Wald im Friedhof

Ablauf einer Baumbestattung 

Ohne Einäscherung des Leichnams ist eine Baumbestattung nicht möglich. Dabei hat eine sogenannte Kremationsverfügung, in der der ausdrückliche Wunsch nach Verbrennung festgehalten ist, vorzuliegen. Vor der Verbrennung wird von einem Arzt im Zuge der zweiten Leichenschau die Todesursache bestätigt.

Die Einäscherung bzw. Kremation weicht nicht von einer herkömmlichen Urnenbestattung ab. Der Unterschied besteht darin, dass die Asche in eine biologisch abbaubare Kapsel gefüllt und diese sodann versiegelt wird. Die einfach gestaltete Aschekapsel wird auch als Urne bezeichnet. Zum Zweck des Schmuckes kommt darüber normalerweise eine ebenfalls zersetzbare Urne. Für die Verwendung von Bio-Material sprechen ökologische und spirituelle Argumente. Ziel ist es, die Verbindung des Menschen mit der Erde und mit der Natur auf umfassende Weise wiederherzustellen.

Hinsichtlich der Begräbniszeremonie bestehen keine Vorschriften. Die Gestaltung wird bestimmt von der verstorbenen Person, die diese noch zu Lebzeiten getroffen hat. Die Kennzeichnung der Grabstelle hat keine einheitliche Regelung. Als Hinweise dienen Plaketten oder kleine Schilder.

Kosten einer Baumbestattung in Österreich?

Der finanzielle Aufwand einer Baumbestattung ist vom Anbieter und vom jeweiligen Baumtyp abhängig. Gemeinschaftsbäume weisen am wenigsten Exklusivität auf und zeichnen sich durch einen günstigen Preis aus, der bei etwa 800 bis 1.200 Euro liegt. Hinzu kommen die Kosten für das Bestattungsunternehmen sowie für die Kremation.

Für den Erwerb eines ausgewählten Einzel- oder Familienbaums sind zwischen 5.000 und 8.000 Euro zu veranschlagen. Hierbei spielen sowohl die Qualität als auch die Lage des Baumes eine Rolle. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeit besteht, bei einem bereits alten oder bei einem neu gepflanzten Baum die letzte Ruhe zu finden.Blumenschmuck, Laternen und Kerzen sind nicht vorgesehen. Da es weder eine Grabeinfassung noch einen Grabstein gibt, entfallen die damit verbundenen Kosten und die Grabpflege.

Das ist – neben der Verbundenheit mit der Natur – ein Umstand, der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Die Pflege der Fläche liegt in den Händen der Friedhofsverwaltung oder des Besitzers der jeweiligen Ruhestätte. Alles andere bleibt den Kräften der Natur überlassen.

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