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Urnenbestattung in Österreich - Alle Infos

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Urnenbestattung
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Die Urnenbesattung hat Ihren Ursprung etwa 3000 v. Chr. in Europa, wie auch im Nahen Osten. Somit gehört die Feuerbestattung zu den ältesten Bestattungsformen in Europa. Als heidnischer Brauch wurde dies jedoch vom Christentum viele Jahrhunderte abgelehnt. Grund dafür, war der Glauben an eine Auferstehung, die im verbrannten Zustand nicht mehr möglich sei. Im 20. Jahrhundert akzeptieren langsam aber doch, auch jene Religionen die Feuerbestattung, die lange dagegen waren.

In Österreich wählen viele Hinterbliebene eine Urnenbesattung aus wirtschaftlichen Gründen. Die Urnenbestattung Kosten sind meist günstiger als die Erdbestattung mit einem Sarg.  Auch die Folgekosten reduzieren sich, da ein Grab mehr Urnen fassen kann als Särge. Weiters ist es möglich, die Naturbestattung zu wählen, bei der die Asche auf einem Waldfriedhof ausgestreut wird. Manche Hinterbliebenen möchten ihre Verstorbenen nahe wissen, sodass die Urne zu Hause aufgestellt wird. Hier gilt es jedoch einige gesetzliche Bestimmung zu beachten, da dies nicht überall erlaubt ist. Alternativ lassen sich manche in der Schweiz aus der Asche einen Diamanten produzieren, die sie dann am Finger tragen oder zu Hause aufbewahren.

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Ablauf einer Urnenbestattung

Verstirbt jemand in Österreich, wird dieser nach Freigabe des Toten-Beschauers vom Bestatter abgeholt. Gibt es keine Freigabe, weil dieser noch nicht identifiziert wurde oder eine Obduktion erfolgt, wird der Leichnam in die Gerichtsmedizin geliefert. Erst nach behördlicher Freigabe ist eine Einäscherung möglich. Bei nicht österreichischen Staatsangerhörigen ist eine Genehmigung der jeweiligen Botschaft notwendig.

Der Bestatter ist in der Regel der Ansprechpartner für all diese Dinge und kümmert sich um den Ablauf der Urnenbestattung, sodass Angehörige in der schweren Stunde nicht alleine dastehen. Mit diesem werden außerdem die weiteren Schritte besprochen. Bei bereits erfolgter Freigabe gilt es die Bestattung zu planen.

Im Zuge dessen entscheidet derjenige, der für die Begräbniskosten aufkommt, ob eine Urnen- oder Sargbestatttung erwünscht ist. Wichtig zu wissen: Derjenige, der für das Begräbnis aufkommt, bekommt die Kosten aus eventuell vorhandenem Erbe zurückerstattet. Niemand muss sich in den finanziellen Ruin stürzen. Falls die Familie für die Kosten der Urnenbestattung nicht aufkommen kann, gibt es Zuschüsse von der Gemeinde.

Wo und wann findet die Einäscherung statt?

Bei der Urnenbestattung wird der Leichnam eingeäschert. In Österreich muss eine Einäscherung in einem gesetzlichen Krematorium erfolgen. Die Einäscherung kann direkt nach der Freigabe, des Beschauers erfolgen. In manchen Fällen ist eine Obduktion notwendig, sodass der Leichnam in einer Kühleinrichtung verweilt, bis die Sache geregelt wurde. Die Überführung ins Krematorium findet in einem Leichenwagen statt. Der Leichnam muss hierfür in einen Kremationssarg gebettet werden.

Im Krematorium wird die Identität erneut geprüft, und die Daten verglichen. Bevor die Einäscherung stattfindet, wird eine Identifikationsnummer auf einem Schamottestein in den Sarg gelegt, um eine richtige Abfolge zu Gewährleisten. In Folge wird der Leichnam im Kremierungsofen bei etwa 750 Grad – 900 Grad um die 60 Minuten verbrannt. Ist der Einäscherungs-Prozess zu Ende, wird der Schamottestein in eine Aschenkapsel gelegt. Danach kommen die sterblichen Überreste hinzu. In den Kapseldeckel werden der Name, das Geburts- und Sterbedatum graviert, um eine Verwechslung auszuschließen.

Wie ist die gesetzliche Lage bei Urnenbestattungen?

In einigen Bundesländern darf die Urne nur an Angehörige ausgehändigt werden, wenn diese vorab eine behördliche Zusage erhalten. In Wien ist die MA40 hierfür zuständig, in den Bundesländern, die jeweiligen Gemeinden oder die Bundeshauptmannschaften.

Werden keine Sonderreglungen getroffen, muss die Urne in einer gesetzlich anerkannten Bestattungsanlage beigesetzt werden. Dazu gelten Urnengräber, eine Gruft, Erdgräber etc. Leider ist es in Österreich nicht erlaubt, die Asche in Gewässer zu streuen. Ausnahme: Die Asche darf nach Genehmigung ins Ausland gebracht werden. Wer die Asche andernorts verstreuen möchte, kann dies nach Bewilligung des Bürgermeisters tun. Hier sind sanitätspolizeiliche Auflagen zu erfüllen. Manch einer bringt die Asche in die Schweiz, um sich vor Ort aus der Asche einen Diamanten herstellen zu lassen. Diesen können die Angehörigen ständig bei sich tragen.

Urne zuhause aufbewahren

In manchen Bundesländern kann die Urne seit einigen Jahren zuhause aufbewahrt werden. In Vorarlberg oder Steiermark zum Beispiel kann ein Angehöriger die Urne zuhause aufbewahren. Allerdings muss der Verstorbene noch zu Lebzeiten eine Erklärung abgegeben haben, dass es wünscht, dass im Todesfall nach der Einäscherung die Urne zu Hause aufbewahrt wird. Dabei legt er auch namentlich eine Person fest, die befugt ist die Urne zuhause aufzubewahren.
In Wien oder Niederösterreich kann man mit etwas mehr Administration ebenfalls die Urne zu Hause lagern.

Urne Asche zuhause verstreuen

Die Asche zu Hause im Garten auszustreuen ist nicht erlaubt. Wenn Sie ein rein privates Grundstück besitzen könnten Sie die Urne unter Umständen dort platzieren. Auf das Öffnen einer Urne stehen in den Bundesländern hohe Strafen. In Wien bis zu 20.000 €

Was kostet eine Urnenbestattung ?

Die Kosten für eine Urnenbestattung sind meist günstiger als die Sargkosten bei einer Erdbestattung. Vor allem die Folgekosten lassen sich um ein Vielfaches minimieren. Wer die Asche beispielsweise in einem Naturfriedhof ausstreut, muss sich in Zukunft nicht mehr um die Grabpflege kümmern. Auch kann die Urne in einem bereits vorhandenen Familiengrab untergebracht werden. Somit ersparen sich die Angehörigen weitere Grabkosten.

Dennoch ist mit einigen Kosten zu rechnen. Ähnliche wie bei den Särgen gibt es auch bei den Urnen viele Varianten. Dies Urnen können schlicht und simpel aber auch verziert und sehr hochwertig sein. Die verschiedenen Urnen Arten führen natürlich zu sehr unterschiedlichen Urnen Preisen und somit Unterschieden in den Urnenbestattung Kosten.

Urnenbestattung Kosten – Bestatter Leistungen

Überführung160
Kremationssarg300
Schmuckurne60
Ankleiden und Einsargung100
Verwaltungskosten200
Aufbahrung150

Urnenbestattungskosten – Fremdleistungen und Extra Leistungen

Leichenschau60
Sterbeurkunde10
Traueranzeige300
Krematorium300
Trauerrede300
Musiker100
Leichenschmaus (20- 30 Personen)600
Friedhofsgebühren
Beisetzungsgebühren400
Grabnutzung500
Trauerhalle150
Die Gesamtkosten belaufen sich in diesem Fall auf etwa 4000 Euro. Zu beachten gilt, dass vor allem die Bestatter-Gebühren unterschiedlich hoch sind. Im Trauerfall vergleicht kaum jemand die Preise, deswegen macht es Sinn, sich bereits im Vorfeld zu erkundigen, welche Preisklassen die Bestatter im jeweiligen Bundesland bzw. Bezirk anbieten, um im Notfall informiert zu sein. Nach oben hin ist alles offen, nach unten gibt es kaum Einsparungsmöglichkeiten, weil viele Posten gesetzlich vorgeschrieben sind.
 
Wer im Vorfeld weiß, dass er sich dies nicht leisten kann, sollte nichts beim Bestatter unterschreiben, sondern direkt bei der Gemeinde oder MA15 wegen Unterstützung anfragen. Niemand muss sich in Unkosten stürzen, wenn es finanziell nicht möglich ist. Jedoch sind diese Dinge vorab zu klären, weil der Staat nicht alle Extrakosten übernimmt.

+++ Fazit: Eine Urnenbesattung ist auf jeden Fall günstiger, jedoch lohnt es sich auch hier die Preise zu vergleichen und im Notfall um Unterstützung anzufragen. +++

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